Lebensmittel

Jeder Bundesbürger verschwendet ca. 80 kg Lebensmitteln, indem noch genießbare Nahrungsmittel über den Müll entsorgt werden.

Es gibt zwei wesentliche Punkte zu beachten:

  • Verdorbene Lebensmitteln gehören als Haushaltsabfälle in die Biotonne und
  • nicht alle nach dem Datum abgelaufene Lebensmittel sind auch wirklich nicht mehr genießbar.

Was ist bei der Entsorgung von Lebensmitteln über die Biotonne zu beachten:

  • keine Kunststoffbeuteln und –folien verwenden;
  • zu entsorgende Lebensmitteln aus der Verpackung nehmen;
  • in kalten Jahreszeiten feuchte Lebensmitteln in Zeitungspapier einschlagen; das verhindert das Festfrieren an der Tonnenwand;
  • den zu entsorgenden Biomüll nicht im Mülleimer verdichten [z.B. laub], da ansonsten eine Leerung unter Umständen nicht möglich ist;
  • Schichten von Haushaltsabfällen in der Biotonne durch andere biologisch abbaubare Stoffe [Laub, Zweige, Zeitungspapier usw.] voneinander trennen und
  • die Biotonne nicht in die Sonne stellen.

Das Problem mit dem Mindesthaltbarkeitsdatum [MHD]

Unter angemessenen Aufbewahrungsbedingungen behält das Lebensmittel bis zu diesem Datum seine Eigenschaften. Das Mindesthaltbarkeitsdatum [MHD] wird vom Hersteller nach eigenem Ermessen festgelegt und bedeutet nicht das Verfallsdatum; das Lebensmittel darf auch nach Ablauf des MHDs weiterverkauft werden, sofern es noch in Ordnung [verkehrsfähig] ist [keine offensichtliche Beschädigungen und Befall des Lebensmittels].

Ist das MHD nur bei Einhaltung bestimmter Temperaturen gewährleistet, dann muss das auf der Verpackung angegeben sein bspw. „bei 10°C mindestens haltbar bis…“

Das Verbrauchsdatum

Bei leicht verderblichen Lebensmitteln [Hackfleisch, roher Fisch usw.] ist anstelle des Mindesthaltbarkeitsdatum [MHD] ein Verbrauchsdatum vorgeschrieben. Auf der Verpackung ist der Hinweis „zu verbrauchen bis…“ angegeben.

Anders als beim MHD darf nach Ablauf des Verbrauchdatums das Lebensmittel nicht mehr verkauft werden [nicht mehr verkehrsfähig].

Lagerung von Lebensmitteln in der Regel gelten:

Lebensmittel

Lagerdauer

Ort der Lagerung

Temperature / Luftfeuchtigkeit

Frischvorräte

Hackfleisch

Bis 1 Tag

Kühlschrank

+2 bis +4°C
60-70%

Fleisch, Fisch, Milch

1-2 Tage

Kühlschrank

+2 bis +4°C
60-70%

Obst, Salat

2-10 Tage

Kühlschrank

+2 bis +4°C
60-70%

Wurzelgemüse

7-8 Tage

Kühlschrank

+2 bis +4°C
60-70%

Butter, Eier

20 Tage

Kühlschrank

+2 bis +4°C
60-70%

Kartoffeln

6-8 Monate

Keller

+8 bis +12°C
50-60%

Obst

3-5 Monate

Keller

+8 bis +12°C
50-60%

Gemüse

3-4 Monate

Keller

+8 bis +12°C
50-60%

Trockenvorräte

Mehl, Kakao, Schokolade

6 Monate

Speisekammer,
Vorratsschrank

+15 bis +20°C
50-60%

Trockensuppe, Dauerwurst, Hülsenfrüchte, Trockenobst

1 Jahr

Speisekammer,
Vorratsschrank

+8 bis +12°C
50-60%

Knäckebrot, Zwieback, Stärke, Kartoffeltrockenprodukte, Reis, Salz

2 Jahre

Speisekammer,
Vorratsschrank

+8 bis +12°C
50-60%

Zucker

3 Jahre

Speisekammer,
Vorratsschrank

+8 bis +12°C
50-60%

Halbkonserven

Fleisch, Fisch, Salate

2 Wochen bis 3 Monate

Kühlschrank

+2 bis +4°C
60-70%

Vollkonserven

Vollkonserven

1-4 Jahre
MHD beachten

Speisekammer,
Vorratsschrank

+15 bis +20°C

Eingemachtes

Luftdicht verschlossene Gläser:
Obst, Gemüse, Fleisch

1-2 Jahre

Keller

+8 bis +12°C

Tiefkühlkost

Speiseeis
(je nach Bestandteilen)

1-2 Monate

Gefrierschrank

-18°C und kälter

Fertiggerichte, Backwaren, Torten

2-3 Monate

Gefrierschrank

-18°C und kälter

Hackfleisch

Verbrauchsdatum beachten

Gefrierschrank

-18°C und kälter

Alles andere

3 Monate

Gefrierschrank

-18°C und kälter

Zu Beachten:
Lebensmitteln sollten über das MHD hinaus auf Genießbarkeit überprüft werden, bevor diese im Biomüll entsorgt werden.

[Quelle: sgd; Lebensmittelkunde; Kap.: Schad- und Zusatzstoffe; Überwachung, Hygiene; S. 56ff.; Autorin: Annette Tschepe-Neumann]