Kompost selbst herstellen

Kompost kann im Garten einfach aus organischen Abfällen hergestellt werden und ist ein guter Dünger für den Boden.

Wie Kompost selber herstellen?

Der Standort

Der ideale Standort für den Kompost ist ein windgeschützter, halbschattiger Platz unter einem Baum oder hinter einer Hecke. Der Untergrund darf nicht mit Platten oder ähnlichem versiegelt sein, da sonst Fäulnis entsteht. Zum Nachbargrundstück ist ein Mindestabstand von 0,5 m einzuhalten. Außerdem sollte der Komposthaufen insgesamt nicht höher als 2 m werden.

Welcher Komposter?

Geeignet sind einfache Komposter aus einem Holzrahmen (siehe Bild oben), ummantelte Drahtgestelle oder ähnliches, die es günstig in jedem Baumarkt gibt. Nach Möglichkeit sollten immer zwei Kammern bzw. Rahmen aufgebaut werden. So kann, wenn der erste Komposter voll ist, bereits ein zweiter Komposthaufen angelegt werden.

Wie wird es gemacht?

Ist der Komposter aufgestellt, bedeckt man den Boden mit zerkleinerten Holzresten und anderem groben Material, damit von unten eine gute Durchlüftung gewährleistet ist. Jetzt kann das kompostierbare Material aufgebracht werden. Wichtig ist, dass möglichst viele verschiedene Materialien gut vermischt in den Kompost kommen, damit er locker und gut durchlüftet bleibt.

Was kann auf den Kompost?

  • Mist von Stall- und Haustieren

  • Küchenabfälle (z.B. Obst- und Gemüsereste, Kaffeesatz, Eierschalen ...)
  • Gartenabfälle (z.B. Laub, Hecken-, Rasen- und Strauchschnitt, Wildkräuter ...)
  • Holzasche (max. 3%)

Was sollte besser nicht drauf?

  • Straßenkehricht

  • Staubsaugerbeutel
  • Glas, Metalle, Kunststoffe, Textilien
  • Fleisch- bzw. Fischreste; unbehandelte Lebensmittel

Was muss ich beachten, um guten Kompost zu erhalten? 

  1. Der Kompost sollte gut durchlüftet sein. Dazu ist es hilfreich, wenn kleine Materialien mit großen gemischt werden - das heißt, am besten strukturschwaches Material wie Salat oder Rasenschnitt mit Strauchschnitt verarbeiten.

  2. Außerdem sollte die Feuchtigkeit im Komposthaufen stimmen. Sehr feuchtes Material muss mit trockenem gemischt werden. Im Sommer, wenn es länger trocken ist, ist der Kompost abzudecken. Eventuell muss Wasser zugegeben werden.
  3. Wenn viele Küchenabfälle anfallen, kann etwas frischer, humoser Oberboden mit eingemischt werden.
  4. Fällt viel Rasenschnitt an, sollte dieser vorher getrocknet werden (vor dem Zusammenharken erst noch liegen lassen).
  5. Holzreste und grober Strauchschnitt sind vorher zu zerkleinern und zu häckseln. Die faserige Struktur verbessert die Angriffsmöglichkeiten für die Mikroorganismen.
  6. Der gesamte Kompost sollte mindestens zweimal im Jahr umgesetzt werden. So wird eine gute Durchmischung und Durchlüftung sichergestellt.

[Quelle: Bundesverband Boden e.V., Bodenwelten.de, 2017]